Island Wandern: Outdoor-Ausrüstung mieten
Island verlangt vor allem Schutz gegen Wind und Dauerregen. Auf dem Laugavegur und in Hornstrandir gibt es kaum Bäume, kaum Windschatten und kein verlässlich trockenes Wetter – auch im Hochsommer nicht. Die Ausrüstung muss nass werden dürfen, ohne dass dir kalt wird.
Womit du rechnen musst
Islands Sommer liegt meist im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich, dazu Wind, der auf offenem Hochland kaum abreißt. Wetterumschwünge innerhalb einer Stunde sind normal, nicht die Ausnahme.
Auf dem Laugavegur kommen Flussdurchquerungen dazu. Sie sind Teil der Route, nicht vermeidbar – und der Grund, warum viele mit nassen Füßen weiterlaufen, die es nicht müssten.
Die wichtigsten Teile
Hardshell-Jacke und -Hose
Nicht wasserabweisend, sondern wasserdicht. Bei isländischem Dauerregen mit Wind ist das der Unterschied zwischen unangenehm und gefährlich.
Windfestes Zelt
Wenn du zeltest: Die Sturmfestigkeit zählt mehr als das Gewicht. Kuppel- und Geodätzelte halten Böen deutlich besser stand als klassische Tunnelzelte.
Schlafsack
Auch im Sommer wird es in den Hütten und Zelten nachts kühl. Prüfe den Komfortbereich, nicht die Extremtemperatur.
Schuhe für Flussquerungen
Ein zweites, leichtes Paar spart dir nasse Wanderschuhe für den Rest des Tages.
Was sich lohnt zu mieten
Teile, die du nur für diese eine Reise brauchst, musst du nicht kaufen. Winterschlafsack, Daunenjacke und Trekkingstöcke sind die klassischen Kandidaten: teuer in der Anschaffung, danach jahrelang im Schrank.
Schuhe gehören nicht dazu. Sie müssen eingelaufen und auf deinen Fuß abgestimmt sein – geliehene Wanderschuhe sind das häufigste Blasenrisiko überhaupt.
Häufige Fragen
Reicht eine normale Regenjacke für Island?
Meist nicht. Eine wasserabweisende Jacke gibt bei stundenlangem Regen mit Wind auf. Sinnvoll ist eine echte Hardshell mit wasserdichten Nähten, dazu eine Regenhose.
Brauche ich ein Zelt für den Laugavegur?
Nur wenn du nicht in den Hütten schläfst. Die Hütten müssen früh gebucht werden; wer spät plant, zeltet – und braucht dann ein wirklich windfestes Modell.
Wie kalt wird es nachts?
Im Hochland kann es auch im Juli nachts an den Gefrierpunkt gehen. Orientiere dich am Komfortbereich deines Schlafsacks und plane Reserve ein.